{"id":20968,"date":"2023-01-27T15:27:50","date_gmt":"2023-01-27T15:27:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/?p=20968"},"modified":"2023-01-27T15:27:51","modified_gmt":"2023-01-27T15:27:51","slug":"ist-das-gras-anderswo-immer-gruener-zusammenfassung-der-4-internationalen-lwa-eu-konferenz-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/de\/ist-das-gras-anderswo-immer-gruener-zusammenfassung-der-4-internationalen-lwa-eu-konferenz-2022\/","title":{"rendered":"Ist das Gras anderswo immer gr\u00fcner? Zusammenfassung der 4. internationalen LWA EU-Konferenz &#8211; 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die vierte thematische Konferenz des LIFE WolfAlps EU Projekts fand am Nachmittag des 05. Dezember und am Morgen des 06. Dezember 2022 im Universit\u00e4tsinstitut S\u00e9olane in der Stadt Barcelonnette in den s\u00fcdlichen franz\u00f6sischen Alpen statt.<\/strong> Die von der franz\u00f6sischen Agentur f\u00fcr Biodiversit\u00e4t (OFB) mit Unterst\u00fctzung des Nationalparks Mercantour (PNM) organisierte Veranstaltung konzentrierte sich auf den Austausch von Managementstrategien f\u00fcr die Koexistenz von W\u00f6lfen und menschlichen Aktivit\u00e4ten in Europa. <strong>Das Wolfsmanagement in Europa wird im Wesentlichen auf nationaler oder regionaler Ebene durchgef\u00fchrt. Dies f\u00fchrt oftmals zu der Behauptung, dass das Management der Auswirkungen von W\u00f6lfen auf menschliche Aktivit\u00e4ten anderswo weniger umstritten oder weniger schwierig sei als im eigenen Land oder in der eigenen Region. <\/strong>Diese Konferenz bot einem breiten und vielf\u00e4ltigen Publikum (Nutztierhalter:innen, J\u00e4ger:innenn, Umweltsch\u00fctzer:innen und der breiten \u00d6ffentlichkeit) die Gelegenheit, diese Vorstellung kritisch zu bewerten und von Wolfsmanagern und -expert:innen mehr \u00fcber die Herausforderungen, Kontroversen und m\u00f6glichen L\u00f6sungen beim Management des gro\u00dfen Beutegreifers und seiner Auswirkungen auf menschliche Aktivit\u00e4ten in Frankreich, Italien, \u00d6sterreich, Slowenien, Deutschland, Spanien und der Slowakei zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In insgesamt 8 Stunden wurden neun Vortr\u00e4ge wurden in Person und online von 12 verschiedenen Expert:innen f\u00fcr Wolfsmanagement gehalten <\/strong>(siehe <a href=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/PROGRAMME-CONFERENCE-LIFE-WOLFALPS-EU-2022_ENG.pdf\" class=\"rank-math-link\">Programm<\/a>). Am 05. Dezember nahmen <strong>39 Personen pers\u00f6nlich an der Konferenz teil<\/strong>, am 06. Dezember waren es 28 Personen. <strong>474 Personen waren an den beiden Tagen online mit dabei<\/strong> (ohne Konferenzorganisation, Redner:innen, technisches Personal und Dolmetscher:innen). Die h\u00f6chste Anzahl an online parallel teilnehmenden Personen waren am 05. Dezember 385 Personen und am 06. Dezember 297 Personen. Die Online-Teilnehmer:innen kamen aus 16 verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern oder arbeiteten in diesen L\u00e4ndern und verbrachten durchschnittlich 270 Minuten (4,5 Stunden) online. <strong>T\u00e4glich wurden etwa 100 Fragen online beantwortet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong><em>Hier folgt eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"20518\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/fr\/?attachment_id=20518\" class=\"wp-image-20521\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/LOUP-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Photo : Guilhem BARNEIX \/ OFB<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Montag, 5. Dezember 2022<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Veranstaltung begann mit Begr\u00fc\u00dfungs- und Einf\u00fchrungsworten von <strong>Francesca Marucco, der wissenschaftlichen Koordinatorin des Life WolfAlps EU Projekts<\/strong>, die den internationalen, gemeinschaftlichen Ansatz des Projekts und der Konferenz hervorhob. Die <strong>B\u00fcrgermeisterin von Barcelonnette, Sophie Vaginay-Ricour,<\/strong> und der V<strong>ertreter der Zentralregierung des Departements Alpes-de-Haute-Provence, Dahalani M&#8217;houmadi,<\/strong> hie\u00dfen die Teilnehmer:innen herzlich willkommen und brachten ihre Freude dar\u00fcber zum Ausdruck, dass die Stadt und das Departement als Veranstaltungsort gew\u00e4hlt wurden. <strong>Lo\u00efc Obled, stellvertretender Generaldirektor f\u00fcr Polizei, Wissen und Expertise im OFB,<\/strong> und <strong>Aline Comeau, Direktorin des Nationalparks Mercantour,<\/strong> hie\u00dfen die Teilnehmer:innen ebenfalls willkommen und gaben einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber das Wolfsmanagement und aktuelle Themen auf nationaler und lokaler Ebene. Die <strong>Moderator:innen der Konferenz, John Thompson, Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses des Mercantour-Nationalparks, und Laure Fillon, freie Journalistin, <\/strong>erl\u00e4uterten anschlie\u00dfend die Funktionsweise der Hybridkonferenz (online und in Person).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Veranstaltung begann mit <strong>einer Pr\u00e4sentation des franz\u00f6sischen Kontextes durch Sabrina Largo von <a href=\"https:\/\/draaf.auvergne-rhone-alpes.agriculture.gouv.fr\/\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DRAAF AURA<\/a><\/strong> (der regionalen \u00f6ffentlichen Agentur f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft) <strong>und Juliette Bligny von <a href=\"https:\/\/www.auvergne-rhone-alpes.developpement-durable.gouv.fr\/\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DREAL AURA<\/a><\/strong> (der regionalen \u00f6ffentlichen Agentur f\u00fcr die Steuerung des Wolfsmanagements in Frankreich). Sie erl\u00e4uterte ausf\u00fchrlich die aktuelle Version (2018-2023) des f<strong>ranz\u00f6sischen Nationalen Aktionsplans f\u00fcr den Wolf und die Viehzucht<\/strong> sowie aktuelle Informationen \u00fcber den Schutz von Nutztieren, die letale Kontrolle von W\u00f6lfen und die durch den Plan finanzierten Kommunikations- und Forschungsaktivit\u00e4ten. Die von W\u00f6lfen in Frankreich verursachten Sch\u00e4den an Nutztieren scheinen nach stabilen Zahlen von 2018 bis 2021 im Jahr 2022 wieder zuzunehmen und wurden nun sogar am nordwestlichen Rand des Landes gemeldet. Im Jahr 2021 wurden 106 W\u00f6lfe gem\u00e4\u00df der Ausnahmeregelung f\u00fcr den streng gesch\u00fctzten Status und zum Schutz von Nutztieren get\u00f6tet,<strong> wenn keine andere Schutzma\u00dfnahme zu greifen schien.<\/strong> Im Jahr 2022 sind bisher 163 W\u00f6lfe get\u00f6tet worden. Zu den<strong> im Rahmen des Nationalen Aktionsplans finanzierten Studien<\/strong> geh\u00f6rten die Zukunft des Weidewesens in Frankreich, die Auswirkungen der Wolfsabsch\u00fcsse auf die Sch\u00e4den am Nutztierbestand, das Verhalten von W\u00f6lfen im landwirtschaftlichen Weidewesen, verschiedene Aspekte von Herdenschutzhunden, die Kosten von gro\u00dfen Beutegreifer, die Attraktivit\u00e4t des Sch\u00e4ferberufs und die Auswirkungen von Wolfsangriffen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Nutztierhalter:innen und Sch\u00e4fer:innen. In der kommenden Version des franz\u00f6sischen Nationalen Aktionsplans sind mehrere neue Studien zu einer Vielzahl von Themen geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Konferenz wurde mit einem Vortrag aus Italien fortgesetzt, der von Piero Genovesi vom <a href=\"https:\/\/www.isprambiente.gov.it\/\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ISPRA<\/a>, dem italienischen Institut f\u00fcr Umweltschutz und Forschung, in Zusammenarbeit mit Paola Aragno vom ISPRA und Francesca Marucco von der <a href=\"https:\/\/www.unito.it\/\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t Turin<\/a> gehalten wurde.<\/strong> Das Wildtiermanagement in Italien unterscheidet sich von der Verwaltung in zentralisierten L\u00e4ndern wie Frankreich, da es in die Zust\u00e4ndigkeit der Regionen und autonomen Provinzen f\u00e4llt. ISPRA muss konsultiert werden, wenn Ma\u00dfnahmen in Bezug auf W\u00f6lfe geplant sind (z. B. Entnahme oder T\u00f6tung von Individuen), aber der Rat des Institutes nicht bindend. Im Jahr 2002 wurde ein nationaler Aktionsplan verabschiedet, der die M\u00f6glichkeit der Entnahme von W\u00f6lfen ausschloss. Dieser Plan wurde \u00fcberarbeitet, wobei diese und andere Erhaltungs-, Bewirtschaftungs- und Schutzma\u00dfnahmen ge\u00e4ndert wurden. Aufgrund laufender Diskussionen wurde ein aktualisierter Plan jedoch noch nicht genehmigt. Bis jetzt wurde die Entnahme von W\u00f6lfen in Italien noch nie genehmigt. Was das Wolfsmonitoring anbelangt, so f\u00fchrten umfangreiche Probenahmen und Analysen zu einer Sch\u00e4tzung von 124 Wolfsrudeln und -paaren in den italienischen Alpen in den Jahren 2020-2021 und zu einer gesch\u00e4tzten Anzahl von 822 bis 1.099 W\u00f6lfen in diesem Gebiet. Ein \u00e4hnlicher Aufwand wurde f\u00fcr den Rest des Landes betrieben und f\u00fchrte zu einer Sch\u00e4tzung von 3.307 (zwischen 2.945 und 3.608) W\u00f6lfen in ganz Italien. Mit der Zunahme der Zahl der W\u00f6lfe steigt auch die Zahl der Berichte \u00fcber habituierte und st\u00e4dtische W\u00f6lfe. Das ISPRA r\u00e4t, den Einsatz von Vergr\u00e4mungstechniken wie Gummigeschossen und die M\u00f6glichkeit des Einfangens oder der Umsiedlung problematischer Tiere in Betracht zu ziehen. Die Hybridisierung mit Hunden, die auf der italienischen Halbinsel ein gro\u00dfes Problem darstellt, wurde nun auch in den italienischen Alpen dokumentiert. Die derzeitige Politik besteht darin, die Hybriden einzufangen, zu sterilisieren und wieder in die freie Wildbahn zu entlassen, obwohl auch eine dauerhafte Gefangenschaft eine Option ist. Was die Sch\u00e4den an Nutztieren betrifft, so ereignen sich in Italien durchschnittlich 3.597 F\u00e4lle pro Jahr. Wie in Frankreich sind es die Tiere einer Minderheit von Nutztierhalter:innen (landesweit etwa 1.300), die immer wieder von W\u00f6lfen angegriffen werden und erhebliche Verluste erleiden. Der Einsatz von Gummigeschossen zum Schutz von Nutztieren ist in Italien jedoch nur selten anwendbar und wirksam, obwohl ein Versuchsprojekt in Venetien darauf hindeutet, dass es mit dieser Technik gelungen ist, das Verhalten eines habituierten Wolfes zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Wolfsmanagement in \u00d6sterreich wurde anschlie\u00dfend von Klaus Pogadl, Pr\u00e4sident des <a href=\"http:\/\/www.baer-wolf-luchs.at\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6sterreichzentrums B\u00e4r, Wolf und Luchs<\/a>, vorgestellt.<\/strong> Das Land liegt im \u00dcberlappungsbereich mehrerer expandierender Wolfspopulationen: der alpinen im Westen, der mitteleurop\u00e4ischen im Norden und der dinarischen im S\u00fcden. Anfang der 2000er Jahre kehrten die W\u00f6lfe nach \u00d6sterreich zur\u00fcck und 2016 wurde das erste Rudel im Land best\u00e4tigt. Im Jahr 2022 hielten sich sch\u00e4tzungsweise 50 bis 60 W\u00f6lfe zumindest zeitweise in \u00d6sterreich auf. \u00c4hnlich wie in Italien liegt das Wolfsmanagement in \u00d6sterreich in der Verantwortung der Bundesl\u00e4nder und ist nicht auf nationaler Ebene zentralisiert. Um die Bundesl\u00e4nder bei der Koordination des Managements zu unterst\u00fctzen, wurde 2019 das &#8222;\u00d6sterreichzentrum B\u00e4r, Wolf und Luchs&#8220; als Zusammenschluss von Mitgliedern aus verschiedenen Interessengruppen gegr\u00fcndet. Im Bereich des Herdenschutzes ist das \u00d6sterreichzentrum Partner des LIFEstockProtect-Projekts, das darauf abzielt, das Wissen und die Akzeptanz von Herdenschutzma\u00dfnahmen zu erh\u00f6hen. Doch in einem Land, in dem viele Nutztierhalter:innen Nebenerwerbs- und Kleinbauern sind, in dem es nur in einigen Bundesl\u00e4ndern Subventionen f\u00fcr den Schutz gibt und in dem die Einf\u00fchrung von Schutzma\u00dfnahmen die Halter:innen abwertend als &#8222;Pro-W\u00f6lfe&#8220; bezeichnen k\u00f6nnte, w\u00e4chst der Schaden. Eine Initiative in \u00d6sterreich bestand jedoch darin, den Schutz von Nutztieren in den Lehrplan f\u00fcr die Ausbildung von Sch\u00e4fer:innen zu integrieren, w\u00e4hrend eine andere darin bestand, im Rahmen des LIFE WolfAlps EU Projektes Interventionseinheiten zur Schadenspr\u00e4vention einzurichten, die Nutztierhalter:innen nach einem Wolfsangriff in ihrer Herde helfen. F\u00fcr die Zukunft wird erwartet, dass W\u00f6lfe \u00d6sterreich wieder besiedeln und sich weiter ausbreiten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der erste Konferenztag wurde mit einem Vortrag von Rok \u010cerne und Matej Bartol vom slowenischen Forstdienst abgeschlossen.<\/strong> \u00c4hnlich wie in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wurde auch in Slowenien eine intensive, von der Regierung gef\u00f6rderte Kampagne zur Ausrottung des Wolfes durchgef\u00fchrt. Doch im Gegensatz zu einigen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern trugen die J\u00e4ger:innen in Slowenien dazu bei, dass die Art 1990 vollst\u00e4ndig unter Schutz gestellt wurde. Seitdem hat sich die Population von S\u00fcden her ausgebreitet und die nordwestliche, alpine Region des Landes an der Grenze zu Italien erreicht. Was die Bewirtschaftung betrifft, so wurde 2009 eine Strategie angenommen und im Rahmen des <a href=\"https:\/\/lifeslovenija.si\/wp-content\/uploads\/LIFE08_NAT_SLO_000244_ANG.pdf\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LIFE SloWolf Projekts<\/a> ein nationaler Aktionsplan (2013-2017) erstellt; beide Dokumente werden derzeit \u00fcberarbeitet. Die Sch\u00e4den durch W\u00f6lfe an Nutztieren nahmen bis 2010 zu, als eine aktive Zusammenarbeit mit den Nutztierhalter:innen begann und Kontrollen \u00fcber den ordnungsgem\u00e4\u00dfen Einsatz von Z\u00e4unen und Herdenschutzhunden eingef\u00fchrt wurden. Auch hohe Elektroz\u00e4une (\u00fcber 145 cm) wurden zum Schutz des Viehbestands eingesetzt. Die Daten von 2008 bis 2022 zeigen gro\u00dfe Schwankungen, aber einen allgemeinen Trend zu einem R\u00fcckgang der Zahl der Schadensf\u00e4lle und der Entsch\u00e4digungszahlungen in Slowenien, insbesondere ab 2019. Die J\u00e4ger:innen sind weiterhin aktiv beteiligt, indem sie Ma\u00dfnahmen gegen Wilderei koordinieren. Eine nachhaltige Kommunikationsarbeit, die sich an verschiedene Interessengruppen richtet, ist ebenfalls Teil der Strategie des Landes zur F\u00f6rderung der Koexistenz mit gro\u00dfen Beutegreifern. Das Wolfsmonitoring \u00e4hnelt den in anderen Alpenl\u00e4ndern angewandten Methoden und basiert auf der individuellen Erkennung von Tieren anhand genetischer Daten, die eine Sch\u00e4tzung der Populationsgr\u00f6\u00dfe, der Verwandtschaftsbeziehungen, der demografischen Parameter und der Erkennung von Wolf-Hund-Hybriden erm\u00f6glichen. In Slowenien k\u00f6nnen Absch\u00fcsse durchgef\u00fchrt werden, um schwere Sch\u00e4den an Nutztieren zu verhindern, Tiere zu entfernen, die als gef\u00e4hrlich f\u00fcr Menschen gelten, und Wolf-Hund-Hybriden zu eliminieren. Seit 2019 wurden in Slowenien weniger als 10 W\u00f6lfe pro Jahr f\u00fcr jeden dieser drei m\u00f6glichen F\u00e4lle get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"20528\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/fr\/lherbe-est-elle-toujours-plus-verte-ailleurs-resume-de-la-4eme-conference-internationale-lwa-eu-2022\/crane\/\" class=\"wp-image-20530\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/CRANE.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Photo : Guilhem BARNEIX \/ OFB<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Dienstag, 6. Dezember 2022<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Konferenz begann am n\u00e4chsten Morgen mit einem Vortrag von Bernarda Bele von der Universit\u00e4t Ljubljana \u00fcber die Ergebnisse der Studie zur menschlichen Dimension des LIFE WolfAlps EU Projekts.<\/strong> Ziel dieser Studie war es, die Einstellungen und Wahrnehmungen verschiedener Interessengruppen (allgemeine \u00d6ffentlichkeit, J\u00e4ger:innen, Nutztierhalter:innen, Tourismusfachleute, Bildungsfachleute, Medienfachleute und Umweltsch\u00fctzer:innen) gegen\u00fcber dem Wolf und dem Wolfsschutz in ausgew\u00e4hlten Gebieten in Frankreich, Italien, \u00d6sterreich und Slowenien zu bewerten, in denen W\u00f6lfe in den letzten f\u00fcnf oder zehn Jahren entweder sporadisch oder dauerhaft vorkamen. Aufgrund der COVID-Beschr\u00e4nkungen wurde der quantitativ strukturierte Fragebogen auf verschiedene Weise an Personen in 16 Untersuchungsgebieten verteilt, so dass insgesamt 7610 Frageb\u00f6gen eingingen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten in Frankreich anscheinend am besten \u00fcber W\u00f6lfe Bescheid wussten, dicht gefolgt von den Befragten in Slowenien und Italien. Im Allgemeinen schienen Nutztierhalter:innen die negativsten Vorstellungen \u00fcber W\u00f6lfe zu haben, dicht gefolgt von J\u00e4ger:innen, au\u00dfer in Slowenien (was die am Vortag von der slowenischen Forstbeh\u00f6rde \u00fcbermittelten Informationen best\u00e4tigt). In \u00d6sterreich bef\u00fcrwortete die Mehrheit der Interessenvertreter:innen den Wolf und den Wolfsschutz nicht, was jedoch auf die in diesem Land verwendeten Stichprobenmethoden zur\u00fcckzuf\u00fchren sein k\u00f6nnte. W\u00e4hrend der Frage- und Antwortrunde im Saal \u00e4u\u00dferten die \u00f6sterreichischen Kollegen ihre \u00dcberraschung \u00fcber die eher positiven Ergebnisse in Frankreich, was das franz\u00f6sische OFB LWA EU-Team zu der Vermutung veranlasste, dass dies zumindest teilweise durch die Methoden erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnte, die zur Befragung der \u00d6ffentlichkeit in diesem Land verwendet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die folgenden drei Pr\u00e4sentationen waren L\u00e4ndern gewidmet, die nicht am LWA-EU-Projekt beteiligt sind. Den Anfang machte Ilka Reinhardt in Zusammenarbeit mit Gesa Kluth, beide von <a href=\"https:\/\/www.lupus-institut.de\/home.html\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lupus<\/a>, dem Institut f\u00fcr Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland.<\/strong> Wie in Italien und \u00d6sterreich liegt das Wolfsmanagement und -monitoring in der Verantwortung der Bundesl\u00e4nder, wobei eine einheitliche Datenauswertung und -interpretation durch nationale Standards gew\u00e4hrleistet wird. Die meisten Wolfsrudel und -paare kommen im Nordosten des Landes vor, und die Population ist seit Anfang der 2000er Jahre stetig gewachsen. F\u00fcr 2021-2022 werden 161 Rudel und 42 Paare im Land gesch\u00e4tzt. \u00c4hnlich wie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sind die Hauptursache f\u00fcr Konflikte Angriffe auf Nutztiere, in geringerem Ma\u00dfe gefolgt von der Konkurrenz um Wildarten und der Angst vor W\u00f6lfen. Die Daten zu den durch W\u00f6lfe verursachten Sch\u00e4den an Nutztieren zeigen generell eine steigende Tendenz, ebenso wie steigende Summen, die f\u00fcr Entsch\u00e4digungen und Schutzma\u00dfnahmen ausgegeben werden. In allen Bundesl\u00e4ndern, in denen W\u00f6lfe vorkommen, gibt es Regelungen zur Schadenspr\u00e4vention und Entsch\u00e4digung, wobei die Einzelheiten der Umsetzung unterschiedlich sind. Absch\u00fcsse werden ebenfalls auf Landesebene verwaltet und im Rahmen von Ausnahmeregelungen von Fall zu Fall durchgef\u00fchrt (es gibt keine Politik der Populationskontrolle oder Quoten). Seit 2008 wurden in Deutschland nur 10 W\u00f6lfe entnommen (6 zum Schutz von Nutztieren, 2 zur Entnahme von W\u00f6lfen, die sich nicht mehr scheu verhielten, 1 von dem angenommen wurde, dass er sich mit einem Hund paart, und 1, der behindert war). Im Jahr 2016 richtete das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) ein, die Beh\u00f6rden ber\u00e4t, Informationen auf nationaler Ebene zusammenstellt und der \u00d6ffentlichkeit Fachberichte und Informationen zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juan Carlos Blanco, ein unabh\u00e4ngiger Berater f\u00fcr Wildtiere, stellte anschlie\u00dfend die aktuelle Situation des Wolfsmanagements in Spanien vor<\/strong> und ging dabei insbesondere auf die Folgen des k\u00fcrzlich erfolgten vollst\u00e4ndigen Schutzes der Art in diesem Land ein. Urspr\u00fcnglich waren W\u00f6lfe \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Teil Spaniens verbreitet, aber bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gab es nur noch im Nordwesten des Landes eine Restpopulation, sowie einige Reliktpopulationen die verstreut im S\u00fcden des Landes lebten. Sch\u00e4den an der Viehzucht sind weit verbreitet: Jedes Jahr werden mehr als 11.000 Tiere get\u00f6tet, was Kosten in H\u00f6he von 3,5 Millionen Euro\/Jahr verursacht. Wie andere europ\u00e4ische L\u00e4nder ist auch Spanien ein dezentralisiertes Land, in dem das Wolfsmanagement in die Zust\u00e4ndigkeit der autonomen Regionen f\u00e4llt. Entsch\u00e4digungen werden daher von den Regionalregierungen gezahlt (mit einigen Ausnahmen). Der Fluss Duero war bis vor kurzem ein zentrales Element des Wolfsmanagements in Spanien, da die W\u00f6lfe n\u00f6rdlich des Flusses als Wildtierart gelistet waren, w\u00e4hrend sie s\u00fcdlich des Flusses vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzt waren. Im Jahr 1999 wurde in Spanien eine Wolfsarbeitsgruppe gegr\u00fcndet, und 2005 wurde ein nationaler Aktionsplan verabschiedet, der dann von den verschiedenen autonomen Regionen angepasst wurde. In den letzten 20 Jahren hat die mangelnde Koordinierung jedoch zum Zusammenbruch der Arbeitsgruppe Wolf gef\u00fchrt, zeitgleich mit dem Aussterben der Reliktpopulationen im S\u00fcden und dem Ende der Ausbreitung der n\u00f6rdlichen Population kam es zum Aufkommen einer Wolfstourismusindustrie in der Sierra de la Culebra und einer zunehmenden Polarisierung zwischen den Bef\u00fcrwortern der Wolfsjagd und den Bef\u00fcrwortern eines vollst\u00e4ndigen Schutzes der Art. Im Februar 2021 wurde ein Vorschlag zur Aufnahme des Wolfs in die spanische Liste der vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzten Arten den Regionen zur Abstimmung vorgelegt. Alle Regionen, in denen mehr als 95 % der Wolfspopulation vorkommen, stimmten gegen die \u00c4nderung, die jedoch auf nationaler Ebene mit einer einzigen Stimme Unterschied angenommen wurde. Dies hat zu enormen politischen Konflikten gef\u00fchrt und einige prominente Natursch\u00fctzer:innen des Landes dazu veranlasst, den Top-Down-Ansatz zu kritisieren, der zum vollst\u00e4ndigen Schutz der W\u00f6lfe f\u00fchrte. Auf jeden Fall wurde in Spanien seit September 2021 kein einziger Wolf mehr legal get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Robin Rigg von der Slowakischen Gesellschaft f\u00fcr Wildtiere und der Universit\u00e4t Ljubljana hielt in Zusammenarbeit mit Joseph Bu\u010dko, dem Direktor des Nationalen Forstzentrums des Instituts f\u00fcr Waldressourcen und -information in der Slowakei, einen Vortrag \u00fcber das Wolfsmanagement in der Slowakei.<\/strong> Wie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wurden W\u00f6lfe als Sch\u00e4dlinge verfolgt und in den 1960er und 1970er Jahren fast ausgerottet. Es folgte ein teilweiser gesetzlicher Schutz (der Wolf wurde als Wildart eingestuft, und es wurden Jagdquoten festgelegt), und die Population hat sich seitdem weiter ausgebreitet. Die Zahl der im Land gejagten oder get\u00f6teten W\u00f6lfe schwankte jedoch im Laufe der Jahre aufgrund der unterschiedlichen Rechtsvorschriften. Das Wolfsmonitoring basierte auf einfachen Z\u00e4hlungen durch J\u00e4ger:innen, aber die Zahlen, die aus genetischen Daten in einem Pilotgebiet gewonnen wurden, zeigten, dass diese Z\u00e4hlungen die Wolfspopulation im Land um einen Faktor von etwa 5 \u00fcbersch\u00e4tzten. Die Anwendung dieses Korrekturfaktors auf die landesweit ermittelten Zahlen f\u00fchrte zu einer Sch\u00e4tzung von 609 W\u00f6lfen in der Slowakei. Was die Sch\u00e4den an Nutztieren anbelangt, so konzentrieren sich die meisten Verluste (80 %) auf wenige Schafherden (12 %), und die H\u00f6he der Sch\u00e4den h\u00e4ngt stark vom Vorhandensein oder Fehlen von Schutzma\u00dfnahmen ab. W\u00f6lfe verursachen in der Slowakei 31-mal weniger wirtschaftliche Sch\u00e4den als wildlebende Huftiere, und die Zahl der W\u00f6lfe korreliert positiv mit der Zahl des Rotwildes im Land, ohne dass dies zu gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den an Nutztieren f\u00fchrt. Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Sch\u00e4den werden seit 2002-2003 gezahlt; die Zahlungen sind an das Vorhandensein von Schutzma\u00dfnahmen gekn\u00fcpft, aber es stehen keine \u00f6ffentlichen Mittel f\u00fcr die Pr\u00e4vention zur Verf\u00fcgung. In der Slowakei wird kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen den Sch\u00e4den an Nutztieren und der Zahl der bejagten W\u00f6lfe festgestellt. Im Jahr 2021 wurde die Art in dem Land f\u00fcr vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzt erkl\u00e4rt, aber es ist noch zu fr\u00fch, um die Ergebnisse dieser Politik zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der letzte Vortrag wurde von Nathalie Siefert und Rachel Berzins vom <a href=\"http:\/\/www.mercantour-parcnational.fr\/fr\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mercantour Nationalpark<\/a> gehalten.<\/strong> Der Wolf begann seine Wiederbesiedlung Frankreichs von diesem Park aus im Jahr 1992. Eine erste Beobachtung des Tieres wurde von Parkmitarbeiter:innwn gemacht, aber die Informationen wurden sechs Monate lang vertraulich behandelt, um den Wahrheitsgehalt der Beobachtung zu best\u00e4tigen, den gesetzlichen Schutz der Art zu gew\u00e4hrleisten und ein Protokoll zum Umgang mit Wolfsrissen zu erstellen. Ein Wildtiermagazin gab die R\u00fcckkehr des Wolfes jedoch \u00f6ffentlich bekannt, bevor die Regierung eine offizielle Erkl\u00e4rung abgab, was zu Ger\u00fcchten \u00fcber eine geheime Wiederansiedlung von W\u00f6lfen durch den Nationalpark f\u00fchrte. Eine parlamentarische Untersuchung im Jahr 2003 verwarf die Hypothese einer k\u00fcnstlichen Wiederansiedlung von W\u00f6lfen in Frankreich, aber die schlechte Kommunikation hat bis heute dazu gef\u00fchrt, dass viele Menschen an der nat\u00fcrlichen R\u00fcckkehr des Wolfes zweifeln. Das Wolfsmonitoring in Frankreich begann im Park, ebenso wie die ersten Verfahren zur Meldung und Entsch\u00e4digung von Nutztierrissen, die ersten Beobachtungen des Wolfsverhaltens mit W\u00e4rmebildkameras und die erste R\u00e4uber-Beute-Studie. Seit der R\u00fcckkehr des gro\u00dfen Beutegreifers bem\u00fcht sich der Mercantour, die Anwesenheit der W\u00f6lfe und die Weidet\u00e4tigkeit miteinander in Einklang zu bringen, und zwar durch die Finanzierung von Schutzma\u00dfnahmen im Rahmen von zwei LIFE Projekten (1997-1999 und 2000-2003) und jetzt durch die Arbeit der Interventionseinheit zur Wolfspr\u00e4vention (WPIU) im Rahmen des LIFE WolfAlps Eu Projektes. Im Jahr 2021 entfielen etwa 10 % der gerissenen Nutztiere in Frankreich auf den Park, wobei alle Nutztierhalter:innen mindestens 2, wenn nicht sogar 3 Schutzma\u00dfnahmen anwenden. 2009 wurde ein Ausschuss f\u00fcr nachhaltige Landwirtschaft gegr\u00fcndet, der mit Fachleuten aus der Landwirtschaft zusammenarbeitet und Raum f\u00fcr den Austausch von Informationen sowie f\u00fcr Diskussionen und Debatten \u00fcber Vorschl\u00e4ge und Entscheidungen des Parks schafft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Konferenzmoderatoren John Thompson und Laure Fillon beendeten die Veranstaltung<\/strong> mit einem Dank an alle Teilnehmer:innen f\u00fcr die Qualit\u00e4t ihrer Beitr\u00e4ge, Fragen und der Debatte. Sie betonten die Vielfalt des Kontextes, der Rahmenbedingungen, der Wahrnehmungen und Einstellungen sowie der Managementstrategien in den verschiedenen auf der Konferenz vertretenen L\u00e4ndern, d<strong>ie Notwendigkeit eines gemeinsamen Rahmens, die Notwendigkeit, alle Interessengruppen in das Wolfsmanagement einzubeziehen, und die entscheidende Bedeutung von Kommunikation und Bildungsinitiativen<\/strong>. Ob das Gras anderswo immer gr\u00fcner ist oder nicht, ist daher eine h\u00f6chst subjektive Sichtweise.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"20556\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/fr\/lherbe-est-elle-toujours-plus-verte-ailleurs-resume-de-la-4eme-conference-internationale-lwa-eu-2022\/salle3\/\" class=\"wp-image-20558\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/SALLE3.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Photo : Guilhem BARNEIX \/ OFB<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konferenz kann auf dem <a href=\"https:\/\/youtube.com\/playlist?list=PLj7QsSQsZgTxLChSbvjMq5tsvZQRjnhVb\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Youtubel Kanal des LIFE WolfAlps EU Projektes<\/a> nachgesehen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vierte thematische Konferenz des LIFE WolfAlps EU Projekts fand am Nachmittag des 05. 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