{"id":16951,"date":"2022-05-10T13:36:00","date_gmt":"2022-05-10T13:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/?p=16951"},"modified":"2022-07-01T13:52:35","modified_gmt":"2022-07-01T13:52:35","slug":"bold-wolves-zusammenfassung-der-internationalen-konferenz-im-jahr-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/de\/bold-wolves-zusammenfassung-der-internationalen-konferenz-im-jahr-2022\/","title":{"rendered":"BOLD WOLVES &#8211; Zusammenfassung der internationalen Konferenz im Jahr 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am <strong>29. April<\/strong> fand in der Festung von Bard die zweite thematische Konferenz von LIFE WolfAlps EU statt, die sich mit habituierten W\u00f6lfen und W\u00f6lfen in der N\u00e4he von Siedlungen befasste. Am Vormittag wurde eine eingehende Untersuchung der in Italien, Frankreich, Slowenien und Deutschland festgestellten F\u00e4lle und der Managementrichtlinien pr\u00e4sentiert. Mehrere Experten, darunter Piero Genovesi, Leiter des Wildtierkoordinationsdienstes der ISPRA, Ilka Reinhardt vom Institut f\u00fcr Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, Valeria Salvatori vom Institut f\u00fcr angewandte \u00d6kologie, die wissenschaftliche Koordinatorin von LWA EU Francesca Marucco und die Projektpartner Nolwen Drouet-Hoguet vom OFB und Christian Chioso von der Region Valle d&#8217;Aosta nahmen an der Veranstaltung teil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nachmittag war einer Diskussionsrunde gewidmet, bei der das Problem der habituierten und siedlungsnahen W\u00f6lfe gemeinsam mit dem B\u00fcrgermeister von Arvier, einem Dorf im Aostatal, in dem vergangenen Winter mehrfach ein Wolf gesehen wurde, sowie mit Vertretern von J\u00e4gern, Z\u00fcchtern und Umweltsch\u00fctzern diskutiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hier werden die Ergebnisse der Konferenz kurz zusammengefasst.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist ein habituierter Wolf?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein habituierter Wolf ist ein Wolf, der sehr tolerant gegen\u00fcber Menschen ist, keine Angst vor ihnen hat und sich ihnen direkt und wiederholt zu Fu\u00df auf eine Entfernung von weniger als 30 m n\u00e4hert. <\/strong>Dies ist die Definition der Expert:innen der Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE), einer Fachgruppe, die sich mit Europas gro\u00dfen Beutegreifern besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anwesenheit eines Wolfs in einer vom Menschen dominierten Landschaft, d. h. ein Wolf, der Stra\u00dfen \u00fcberquert oder an H\u00e4usern vorbeigeht, bedeutet jedoch kein problematisches Verhalten, sondern h\u00e4ngt davon ab, wie der Wolf zu den Menschen in Beziehung steht. W\u00f6lfe (und andere Tiere), die sich gewohnheitsm\u00e4\u00dfig in st\u00e4dtischen Gebieten aufhalten, werden tats\u00e4chlich als <em>urban<\/em> definiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16056\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/1-1\/\" class=\"wp-image-16058\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16077\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/2-1\/\" class=\"wp-image-16079\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer <strong>zunehmend vom Menschen gepr\u00e4gten Welt ist es unvermeidlich, dass sich einige Tierarten anpassen<\/strong> und Gebiete nutzen, in denen der Mensch st\u00e4rker vertreten ist. Vor allem die opportunistischeren Arten, die in der Lage sind, die unterschiedlichsten Kontexte zum \u00dcberleben zu nutzen, k\u00f6nnen sich an Siedlungsgebiete anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem nat\u00fcrlicheren Umfeld, in dem die menschliche Pr\u00e4senz gering ist oder Menschen gar nicht vorhanden sind, suchen W\u00f6lfe (und Wildtiere im Allgemeinen) menschliche Siedlungen nur selten auf, au\u00dfer zu bestimmten Anl\u00e4ssen, z. B. wenn schwere Schneef\u00e4lle im Winter Huftiere in die T\u00e4ler dr\u00e4ngen. <strong>In Gebieten, in denen es viele Stra\u00dfen und menschliche Siedlungen gibt, ist es fast unvermeidlich, dass die Tiere mit der Anwesenheit des Menschen konfrontiert werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dies gilt auch f\u00fcr junge W\u00f6lfe, die abgewandert sind und einen Ort suchen, an dem sie sich niederlassen k\u00f6nnen, ebenso wie f\u00fcr die Territorien einiger Rudel. <\/strong>In vom Menschen dominierten Landschaften (z.B. der Po-Ebene in Italien oder Sachsen in Deutschland), in die diese Tierart in den letzten Jahren zur\u00fcckgekehrt ist, ist dies sicherlich unvermeidlich. In solchen Landschaften ist es daher unvermeidlich, dass ein Wolf gelegentlich D\u00f6rfer durchquert oder passiert. Die meisten Tiere versuchen ohnehin, direkte Begegnungen mit dem Menschen zu vermeiden: Wenn sie vom Menschen gepr\u00e4gte Orte nicht meiden k\u00f6nnen, streifen sie nachts umher, wenn die Wahrscheinlichkeit geringer ist, Menschen zu begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tiere, die bewohnte Gebiete meiden oder sie in besonderen Situationen gelegentlich durchqueren, werden als <em>urban avoiders<\/em> bezeichnet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits gibt es Tiere die in der Lage sind, die Ressourcen des st\u00e4dtischen Umfelds zu nutzen und sich an dieses anzupassen (<em>urban adapters<\/em>), indem sie sich h\u00e4ufig dort aufhalten, sich aber weiterhin in einem nat\u00fcrlichen Umfeld bewegen. Schlie\u00dflich gibt es noch die Stadtbewohner, die in der st\u00e4dtischen Landschaft leben. Unter den Caniden gibt es F\u00fcchse und Kojoten, die sich daran angepasst haben, ihr ganzes Leben in gro\u00dfen Metropolen zu verbringen, w\u00e4hrend W\u00f6lfe h\u00e4ufig in kleinen st\u00e4dtischen Zentren oder l\u00e4ndlichen Siedlungen leben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/3-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16062\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/3-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/3-1\/\" class=\"wp-image-16064\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/3-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/3-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/3-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/3-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/4-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16097\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/4-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/4-1\/\" class=\"wp-image-16099\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/4-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/4-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/4-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/4-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie &#8222;entsteht&#8220; ein habituierter Wolf?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr habituiertes Verhalten ist eine starke Gew\u00f6hnung. <\/strong>Dabei handelt es sich um einen Lernprozess, bei dem sich ein Tier an wiederholte Reize gew\u00f6hnt, die f\u00fcr sich genommen weder positive noch negative Folgen haben. Habituierte W\u00f6lfe sind an die Anwesenheit von Menschen gew\u00f6hnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Anpassung und Gew\u00f6hnung ist unproblematisch, wenn W\u00f6lfe den Menschen, seine Bauten, Fahrzeuge und Aktivit\u00e4ten in einem gewissen Abstand tolerieren, ohne sich direkt f\u00fcr den Menschen zu interessieren und dabei immer einen gewissen Abstand halten. Tats\u00e4chlich sind Wildtiere, die in vom Menschen gestalteten Landschaften leben, irgendwie gezwungen, eine gewisse Toleranz gegen\u00fcber L\u00e4rm, Fahrzeugen, Lichtern usw. zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Habituierung ist jedoch ein Anpassungsprozess und wenn sie stark ausgepr\u00e4gt ist, d. h. wenn W\u00f6lfe die Anwesenheit von Menschen aus n\u00e4chster N\u00e4he tolerieren, ist dies ein Verhalten, das problematisch und gef\u00e4hrlich werden kann. Eine solche starke Gew\u00f6hnung ist h\u00e4ufig mit positiver Konditionierung verbunden, d. h. ein Verhalten wird verst\u00e4rkt, weil es mit einer Art von Belohnung verbunden ist. Insbesondere die Futterkonditionierung ist eine Form der positiven Konditionierung, bei der die Tiere die Anwesenheit von Menschen oder Orten, an denen sich Menschen aufhalten (z. B. Campingpl\u00e4tze, Hinterh\u00f6fe), mit der Verf\u00fcgbarkeit von Futter in Verbindung bringen. <strong>Deshalb ist es wichtig sicherzustellen, dass W\u00f6lfe (und Wildtiere im Allgemeinen) keine Nahrung finden, wenn sie mit Siedlungsr\u00e4umen in Ber\u00fchrung kommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/6-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16067\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/6-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/6-1\/\" class=\"wp-image-16069\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/6-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/6-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/6-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/6-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16072\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/7-1\/\" class=\"wp-image-16074\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/7-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00f6lfe sind Tiere, die in der Lage sind, sich an unterschiedliche Umwelteinfl\u00fcsse anzupassen und ihre Gewohnheiten und ihr Verhalten zu ver\u00e4ndern. In anthropogenen Kontexten ist es oft schwierig zu beurteilen, ob sich der Wolf normal verh\u00e4lt oder auf eine problematische Weise, die ein Eingreifen des Managements erfordert. Dies ist der Zweck der <a href=\"https:\/\/lciepub.nina.no\/pdf\/636870453845842163_PPS_bold%20wolves.pdf\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>LCIE Guidelines<\/strong><\/a>, die Manager:innen einen Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der verschiedenen Verhaltensweisen von W\u00f6lfen und der empfohlenen Managementma\u00dfnahmen an die Hand geben. F\u00fcr eine korrekte Bewertung ist es von gro\u00dfer Bedeutung, den Fall zu dokumentieren und die gesammelten Daten zu archivieren, um das Wissen \u00fcber das Problem im Laufe der Zeit zu verfeinern und so die Anwendung von Interventionen auf eine immer effektivere Weise zu lenken. In diesem Zusammenhang m\u00f6chten wir das im Rahmen der Action A7 im LIFE WolfAlps EU Projekt erstellte Dokument erw\u00e4hnenen, die <strong><a href=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/A7_Management-of-bold-wolves-at-the-alpine-scale.pdf\" class=\"rank-math-link\">Management Strategie f\u00fcr habituierte W\u00f6lfe im Alpenraum<\/a><\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dokumentierte F\u00e4lle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konferenz am 29. April bot die Gelegenheit, sich \u00fcber die Situation in Italien, Frankreich, Slowenien und Deutschland zu informieren. Aus allen Berichten geht hervor, dass F\u00e4lle von habituierten W\u00f6lfen selten sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie Genovesi von ISPRA berichtet, gab es <strong>in Italien in den letzten zehn Jahren 23 F\u00e4lle<\/strong> von habituierten W\u00f6lfen. Die Berichte kommen aus ganz Italien, und seit 2012 ist ein Anstieg der gemeldeten F\u00e4lle zu verzeichnen. In Slowenien sind von 2006 bis 2022 drei F\u00e4lle aufgetreten, wie \u010cerne und Sim\u010di\u010d von der slowenischen Forstbeh\u00f6rde berichten, und in Deutschland haben zwei F\u00e4lle in 22 Jahren ein Eingreifen des Managements erfordert, wie Ilka Rehinardt, Autorin eines umfangreichen <a href=\"https:\/\/lciepub.nina.no\/pdf\/637423653359535374_Reinhardt_REP_bold_wolves.pdf\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dokumentes<\/a> \u00fcber habituierte W\u00f6lfe, berichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In Frankreich hat das OFB eine Studie durchgef\u00fchrt <\/strong>(<a href=\"https:\/\/www.loupfrance.fr\/rencontres-hommes-loups-et-securite-publique-entre-perceptions-et-realites\/\" class=\"rank-math-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> verf\u00fcgbar) <strong>in der das Verhalten von W\u00f6lfen bei Begegnungen mit Menschen analysiert wurde. <\/strong>Insgesamt wurden 3280 Begegnungen analysiert, die zwischen 1993 und 2020 stattfanden. In diesen 30 Jahren ist die Zahl der Begegnungen, selbst bei einer Entfernung von weniger als 50 Metern, mit dem Bev\u00f6lkerungswachstum gestiegen. Was sich jedoch nicht ge\u00e4ndert hat, ist die Tatsache, dass die Hauptreaktion, die die W\u00f6lfe bei diesen Begegnungen zeigten, w\u00e4hrend des gesamten Betrachtungszeitraums Angst und Flucht ist (77 % der F\u00e4lle insgesamt). Allerdings hat auch die Zahl der F\u00e4lle zugenommen, in denen die W\u00f6lfe Gleichg\u00fcltigkeit zeigen oder sich langsam entfernen. Von 3280 Begegnungen zeigten 10 W\u00f6lfe aggressives Verhalten gegen\u00fcber Menschen, und in 9 F\u00e4llen handelte es sich um eine Verteidigungsreaktion auf ein als bedrohlich empfundenes Verhalten. Es wurden keine Angriffe gemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In Anbetracht der ausgepr\u00e4gten Pers\u00f6nlichkeit von W\u00f6lfen und der gro\u00dfen Vielfalt von Kontexten sind sich alle Experten einig, dass eine Einzelfallpr\u00fcfung erforderlich ist. <\/strong>Sobald eine Meldung \u00fcber abnormales Verhalten eingeht, m\u00fcssen die Beh\u00f6rden daher die Sammlung von Informationen in die Wege leiten, die f\u00fcr die Festlegung von Ma\u00dfnahmen erforderlich sind. Die LCIE-Leitlinien, die in der von der LWA EU erarbeiteten Strategie enthalten sind, beschreiben eine Klassifizierung der Verhaltensweisen, ihre Bewertung und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die am besten geeigneten Ma\u00dfnahmen, die zu ergreifen sind. Ein grundlegender Aspekt ist die \u00dcberpr\u00fcfung des Vorhandenseins von Lockmitteln und deren Beseitigung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/8-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16084\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/8-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/8-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/8-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/8-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9-1.png\" alt=\"\" data-id=\"16087\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9-1.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/9-1\/\" class=\"wp-image-16089\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9-1.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9-1-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9-1-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/9-1-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"788\" src=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/10.png\" alt=\"\" data-id=\"16092\" data-full-url=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/10.png\" data-link=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/lupi-confidenti-sintesi-della-conferenza-internazionale-2022\/attachment\/10\/\" class=\"wp-image-16094\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/10.png 940w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/10-300x251.png 300w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/10-768x644.png 768w, https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/10-640x537.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">The correct behavior to adopt in case of encounters with wolves at close range.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">To view the conference click <a href=\"https:\/\/www.lifewolfalps.eu\/en\/seconda-conferenza-internazionale-29-aprile-2022\/\" class=\"rank-math-link\">here<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 29. April fand in der Festung von Bard die zweite thematische Konferenz von LIFE WolfAlps EU statt, die sich mit habituierten W\u00f6lfen und W\u00f6lfen in der N\u00e4he von Siedlungen befasste. Am Vormittag wurde eine eingehende Untersuchung der in Italien, Frankreich, Slowenien und Deutschland festgestellten F\u00e4lle und der Managementrichtlinien pr\u00e4sentiert. 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